Monday, February 11, 2019

Pressekonferenz / Neuigkeiten im ART SPACE stift millstatt

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Für mich ist es immer wieder beeindruckend, die Räumlichkeiten des ART SPACE stift millstatt zu betreten. So auch an diesem Montag Vormittag. Draußen ist es winterlich kalt und das in Grautönen geflieste weiträumige Foyer empfängt mich mit der angenehmen Wärme des in der Ecke flackernden Feuers im Werkstattofen. Von dort die Stufen hinauf zum Stiftsaal führen in die großzügige Weite des Saales, die Schneeberge der Hohen Tauern und der Millstätter See ergänzen wie eine gemalte Szene die aktuelle Ausstellung von FORUM KUNST contemporary. In der Tiefe des Raumes geben die hohen Flügeltüren einen freien Blick in den vom Sonnenlicht durchfluteten Betsaals, heute bestückt mit Tischen, Stühlen und einem kleinem Ausschank für die dort stattfindende Pressekonferenz.

Vertreter*innen der Kärntner Zeitungen und des Tourismusverbandes finden sich ein, ebenso Millstatts Bürgermeister Johann Schuster und das Kamerateam von KULT 1. Es gibt Sekt und Laugencroissants – sehr lecker.

Andrea K. Schlehwein eröffnet die Konferenz und kommt gleich auf den Punkt. Es gibt Neuigkeiten im ART SPACE: Die schon seit Jahren mitarbeitende Leonie Humitsch ist ab diesem Jahr mit im Leitungsteam. Die Tänzerin, Choreographin und Tanzpädagogin verlegt ihren Schwerpunkt von Wien zurück in die Heimat, der von ihr neu gegründete Verein Freitanz findet Wurzeln im ART SPACE stift millstatt. Das ist eine schöne Bereicherung!
Das schon immer weit gefächerte Spektrum des ART SPACE stift millstatt dehnt sich weiter aus; das gut erprobte Miteinander der drei ausdrucksstarken Künstlerinnen in den letzten Jahren findet einen neuen kraftvollen Ausdruck in der Erweiterung des Leitungsteams. Schlehwein und Schäfer haben in ihrer langjährigen beständigen, unermüdlichen Arbeit etwas Besonderes für Millstatt, für die Region und für das ständig wachsende treue Publikum geschaffen – und an diesem Strang geht es jetzt zu dritt weiter!

Die drei Künstlerinnen stellen ihr Jahresprogramm vor. Der ART SPACE stift millstatt, ein Ort des Austauschs und der Begegnung, der Kunst auf internationalem Niveau, Einbindung regionaler Künstler, Kunst im breiten Fächer von Tanz, Film, Installation, Skulptur, Malerei, Diskussionen und Netzwerken, artists in residence, Schulprojekte, Workshops und vieles mehr. Die Einbindung der Jugendlichen und Kinder steht in diesem Jahr in zahlreichen Projekten im Vordergrund, die Kunstdetektive bewegen sich in gleich zwei Ausstellungen von FORUM KUNST, die Grundschule Millstatt ist wieder mit dabei und Freitanz präsentiert wie in den letzten Jahren die Sommer Tanzwochen. Für die Ausstellungen von FORUM KUNST und das Symposion POSITIONEN 019 mit Fokus auf dem LEX PADILLA DANCE CONCEPT haben sich bereits internationale Gäste in Millstatt angekündigt; es managed das büro für tanz | theater | produktionen.

Ich bin immer wieder davon angetan, wie belebt und gepflegt die große Etage mit Studio, Werkraum, Foyer, Kunstkabinett, Stift und Betsaal ist. Über 10 Jahre kontinuierliche Arbeit, Liebe, Verzweiflung, nicht unerhebliche eigene Investitionen und natürlich die Unterstützung durch Förderer haben aus einzelnen renovierungsbedürftigen Bausteinen ein großes Ganzes gegossen; ein historisches und künstlerisches Einod, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bestückt mit vielfältiger Kunst auf hohem Niveau.
Schlehweins Vision für die Zukunft: Der ART SPACE stift millstatt arbeitet und kreiert weiter wie bisher, wird allerdings zu einer Institution. Die Kosten für die Raum-Mieten werden vom Land Kärnten übernommen, so dass die bewilligten Fördermittel rein für die Kunst verwendet werden können. Ja, so sollte es sein, möge dies gelingen!

Bei der Pressekonferenz anwesend sind:
Harald Mag. Angerer Oberkärntner Volltreffer | Brigitte Büsken BLOG netzwerkaks | Tina Perisutti Kronen Zeitung | Gerhard Reiner + Kameramann, KULT 1 | DI Johann Schuster, Bürgermeister Millstatt | Claudia Striednig TVB | Michael Thun Die Woche | Karin Waldner Petutschnigg Kleine Zeitung

von KultB



Press Conference / News at ART SPACE stift millstatt


For me it’s always very impressive to enter the venues of ART SPACE stift millstatt. Likewise that Monday morning. It’s cold and wintry outside. The spacious foyer tiled in shades of grey receives me with the cozy warmth of the flickering fire burning in the iron stove. From there the stairs lead me up to the hall of the Stiftsaal with its lavish width. The snowy mountains of the Upper Tauern and Lake Millstatt complement the current exhibition of FORUM KUNST contemporary like a painted scenery. In the depth of the room, the high double doors open up to the Betsaal, flooded by sunlight. Today it is equipped with tables, chairs and a little snack bar for the press conference.

Representatives of local newspapers and the tourism office arrive, likewise
the mayor of Millstatt Johann Schuster and the camera team of KULT 1.
Sparkling wine and croissants are being served - yamyam.

Andrea K. Schlehwein opens the conference and gets directly to the point:

Leonie Humitsch, who has worked at the ART SPACE stift millstatt for many years, will be part of the leadership team. The dancer, choreographer and teacher is shifting her home base from Vienna back to Carinthia. Her newly established label Freitanz will have its home base at ART SPACE stift millstatt. A beautiful addition! The wide range of programming of the art space is expanding even more. The well-tested collaboration of the last years finds its expression in the expansion of the leading team. During the last ten years, Schlehwein and Schäfer have created something special for Millstatt, for the region and for the loyal, steadily growing audience. From now on, it will be the three of them pulling together in the same direction!

ART SPACE stift millstatt, a place of exchange and encounter, international art as well as support for local artists, art in the wide range of dance, film, installation, sculpture, painting, discussions, networks, artists in residence, school projects, workshops and more.
This year’s focus lies, amongst other things, on children and teenagers. The Kunstdetektive of FORUM KUNST contemporary will be back as well as projects with Millstatt primary school, the summer dance weeks organised by Freitanz etc. International guest are already announced for the Symposion POSITIONEN 019, focussing on the LEX PADILLA DANCE CONCEPT, organised and managed by the büro für tanz | theater | produktionen.

Time and time again I am quite taken by how alive and neat the spacious floor
is with its studio, crafts room, foyer, art cabinet, Stift- and Betsaal. Over 10 years of continuous work, love, despair, a considerable amount of privat investment and the help of supporters made, out of individual components in need of renovation, a greater whole, a pearl of history and art, open to the public with various presentations of art on a high level.

Schlehwein’s vision for the future:
The ART SPACE stift millstatt will grow into an institution. The rental costs will be covered by the State of Carinthia, so that the received fundings can go 100% to artwork and artists.
This is how it should be, indeed. May it happen!

Attending the press conference were:
Harald Mag. Angerer Oberkärntner Volltreffer | Brigitte Büsken BLOG netzwerkaks | Tina Perisutti Kronen Zeitung | Gerhard Reiner + Kameramann KULT 1 | DI Johann Schuster, Mayor of Millstatt | Claudia Striednig TVB | Michael Thun Die Woche | Karin Waldner Petutschnigg Kleine Zeitung


by KultB

Monday, January 14, 2019

POSITIONEN 019 I Diskurse + Dialoge im Zeitgenössischen Tanz

Foto: Sang Hoon Ok 
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POSITIONEN I Diskurse + Dialoge im Zeitgenössischen Tanz Kärnten

Ohne theoretisches Back Up und inhaltlich fundierte Reflexion mag die Kunst durchaus bestehen. Die Verlinkung und gegenseitige Durchdringung von Kunst und Forschung, von Kunst und Wissenschaft, von Pädagogik und Rezeption, benötigt aber Fachwissen, erhellende Diskurse, engagierte Dialoge, wissenschaftliche Ausrichtung, forschendes Interesse und Vernetzung in Theorie und Praxis.


Foto: Jo Hermann
Foto: Jo Hermann
Die ‚POSITIONEN I Diskurse + Dialoge im Zeitgenössischen Tanz Kärnten’ fanden bisher an Orten relevanten Kunstschaffens in Kärnten [im ART SPACE stift millstatt, dem Museum Moderner Kunst Kärnten und theaterHALLE 11 in den Jahren 2008, 2009, 2011, 2015] statt und haben international namhafte Tanzschaffende wie Mateja Bucar, Vadim Vishkin, Fang Yun Lo, Igor Sviderskij, Carlos Osatinsky, Fernando N. Pelliccioli, Sarah Huby, Anna Konjetzky, Leonie Humitsch, Silvia Salzmann, die Dramaturgin und Tanzwissenschaftlerin Susanne Traub und den Philosophen Robert Pfaller nach Kärnten zum lebendigen Diskurs geladen.




Lex Padilla Dance Concept

Das Lex Padilla Dance Concept entwickelte sich aus dem ‚Elementarer Tanz’, seit 2014 anerkannt als immaterielles Kulturerbe. Beide Labels werden maßgeblich durch Graziela Padilla, eine Koryphäe im Zeitgenössischen Tanz vertreten. Sie wird vor Ort in Kärnten anwesend sein und ihr theoretisches, praktisches und künstlerisches Wissen mit uns teilen.

Persönlichkeiten heutigen Tanzschaffens aus den Bereichen Universität und Kunst, Theorie und Praxis, Pädagogik und Choreographie werden vor Ort sein und in Workshops and Lectures, die zur offenen Teilnahme einladen, Einblick in die Vielschichtigkeit des LPDC geben. Tradition und Wurzeln spielen ebenso eine Rolle wie die Diversität der Entwicklung in der Kunst und eine Verortung im Heute.

Foto: Lily Higgins
Das Lex Padilla Dance Concept beruht auf dem künstlerisch, pädagogischen ‚Konzept Elementarer Tanz’ und wurde in den fünfziger Jahren von Maja Lex und ihrer Meisterschülerin Graziela Padilla begründet. Höchste Anerkennung fand es über Jahre als fester Bestandteil im Fächerkanon des Instituts für Musik und Tanzpädagogik an der DSHS Köln als Wissenspool und Ausbildungskonzept für Tänzer, Choreographen, Tanzpädagogen und Tanztherapeuten. Es ist seit Jahrzehnten ein wertvoller Bestandteil des zeitgenössischen Tanzschaffens in Europa und Asien.

Planung + Durchführung: büro für tanz I theater I produktionen


Foto: Jo Hermann
POSITIONEN 019
Diskurse + Dialoge im Zeitgenössischen Tanz


Internationales Symposion
Künstlerische Leitung . Andrea K. Schlehwein

Zeitgenössischer Tanz: mapping + rooting
Ursprung ergründen - Wissen erweitern – Entwicklung fördern



Fokus + Exempel
Das Lex Padilla Dance Concept

WANN
°22. Juli – 26. Juli 2019
 

WO

° ART SPACE stift millstatt . Millstatt am See . Kärnten . Österreich


WER

° Workshops + Lectures . Diskurse + Dialog

   Lisa Günther . Angie Hiesl. Henrietta Horn . Alina Jacobs . Andrea K. Schlehwein . Manuela Widmer
 und Graziela Padilla



WIE intensiv


° täglich 4 Stunden TANZ Praxis

° täglich moderierte + offene ZEIT Räume
   
für Prozesse, choreographische Skizzen, RE : search und 
Erfahrungsaustausch in 3 Studios auf über 400 qm2 Fläche


WIE anmelden


° Anmeldung unter: aks.office@andreakschlehwein.com
° Unterkunft: http://www.millstaettersee.com
° Anreise: https://www.millstaettersee.com/de/info-service/reise-planen/anreise.html


FRAGEN an


° Andrea K. Schlehwein
büro für tanz I theater I produktionen

+43 4766 35250

aks.office@andreakschlehwein.com


° Alina Jacobs
Lex Padilla Dance Concept
al.ja@online.de


Vom ELEMENTARER TANZ zum LEX PADILLA DANCE CONCEPT


Das Konzept Elementarer Tanz – Lex Padilla Dance Concept

Wir aber wünschen mehr: Dem tanzenden Menschen eine Sprache entwickeln zu helfen, der so reiche und persönliche Worte zur Verfügung stehen, daß sich durch sie die Wesensart des Sprechers klar und unmißverständlich abzeichnet.” (Lex/Padilla)

Der Elementarer Tanz ist ein eigenständiger Zweig des freien Tanzes der 20er Jahre, mit Betonung der rhythmisch-musikalischen und kreativen Entfaltung. Das Konzept wurde von der Tänzerin, Choreografin und Pädagogin Maja Lex (1906-1986) an der Günther-Schule München (1924-1944) begründet und setzte sich 1955 an der Deutschen Sporthochschule Köln fort. Durch die dortige Zusammenarbeit mit ihrer Meisterschülerin und ab 1974 Nachfolgerin Graziela Padilla wurde das Konzept mit neuen Impulsen bereichert und etablierte sich als eigenständiger Zweig des zeitgenössischen Tanzes.

Methodik

Foto: Lily Higgins
Im Elementaren Tanz wird keine stilgebundene Tanztechnik gelehrt. Grundlagen der technisch-tänzerischen Arbeit sind differenzierte Wahrnehmungsvorgänge und experimentelle Erfahrungen der tänzerischen Bewegungsmöglichkeiten des eigenen Körpers. Zentraler Bestandteil des Unterrichtes ist die Strukturierte Improvisation. Sie ist Inspirationsquelle und verbindendes Element zwischen Trainingsform, Körper-, Sinnesschulung und choreografischer Arbeit. Der Unterricht ist thematisch-zentriert und wechselt je nach Unterrichtsanforderungen zwischen induktiver und deduktiver Methode. Die tragende Freiheit im Unterricht fördert insbesondere die Selbstdisziplin und Eigenverantwortung. Maßstab für die eigene Entwicklung ist der Tanzende selbst.

Inhalte

Zentrale Inhalte sind Technik, Improvisation und Komposition. Diese werden vermittelt in Form von Körperbildung, Rhythmische Bewegungsbildung und Bewegungsgestaltung bzw. Komposition. Ergänzend dazu: Fachmethodik (bereichert durch anatomisches/physiologisches Wissen), Tanzgeschichte, Bewegungsbegleitung (Paukentechnik), Bewegungsnotation (siehe Buch Lex/Padilla)und Bewegungszeichnung.

Historischer Hintergrund & Heutige Entwicklung

_Die Günther-Schule München_
In München zunächst als Schülerin gehörte Maja Lex bald, zusammen mit Gunild Keetman und den Gründern Dorothee Günther und Carl Orff, zu den führenden Lehrkräften der Günther-Schule München. Diese war eine zukunftsweisend konzipierte Schule mit einem dreifach differenzierten Ausbildungsangebot von integrativer Musik- und Bewegungserziehung, mit dem Rhythmus als verbindendes Element. Ziel war die schöpferischen Kräfte und die rhythmische Erlebnisfähigkeit wieder erschließen zu helfen.

Foto: Aqueene Wilson
Maja Lex entwickelte in München eine neuartige Bewegungs- und Tanzerziehung von zeitlosem pädagogischen und künstlerischen Wert. Sie machte sich von der vorgeformten Übung frei und pflegte stattdessen die Vielfalt der Bewegung durch rhythmisch-dynamische, räumliche und formale Variation. Maja Lex’s tanzpädagogische Ausrichtung wurde durch Carl Orffs elementare Musikauffassung (Orff-Schulwerk) geprägt. Die Strukturierte Improvisation vergleichbar mit der musikalischen Improvisation etablierte sich als feste Bestandteil des Unterrichts von Maja Lex.

Als Solo-Tänzerin und Choreografin der Tanzgruppe Günther war Maja Lex neben Mary Wigman, Harald Kreuzberg und Gret Palucca bahnbrechend für den Neuen Deutschen Tanz, was sich in zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen dokumentiert. Sie schuf einen eigenen tänzerischen Stil von „hinreißender rhythmischer Intensität“, ausgeprägtem Formgefühl und hohe technischer Disziplin. Musik und Tanz wurden zu gleichwertigen Elementen, nicht zuletzt durch den Einsatz von Rhythmusinstrumenten im Tanz und das dazugehörige eigene Tanz-Orchester (Leitung: Gunild Keetman). Tänzerinnen und Musikerinnen waren befähigt zwischen Tanz und Musik die Rollen zu wechseln.

Die Fachwelt ist hingerissen und in mehrfacher Hinsicht verblüfft. Es erstaunt die brillante Technik und Disziplin des Ensembles, die Originalität, Vitalität und Fantasie der rein aus den rhythmisch-dynamischen Varianten gewonnenen Tänze, ebenso wie die fremde und archaisch anmutende Musik des eigenen Orchesters.” (Archiv ET)

Die Tänze von Maja Lex, aus Münchner ebenso wie aus Kölner Zeit, sind dem absoluten, 'reinen' Tanz zuzuordnen: „Es ist kein Erfüllenwollen, kein Mitteilenwollen, kein Darstellenwollen, es ist in sich Erfüllung.“ (Fritz Böhme, 1930)

Foto: Lily Higgins
_Die Deutsche Sporthochschule, Köln_
Nach der Zerstörung der Günther-Schule München und langer kriegsbedingter Krankheit begann für Maja Lex in Köln eine zweite Schaffensperiode. Von 1955 bis 1974 lehrte sie als Dozentin an der DSHS Köln und gründete dort 1958 das Schwerpunktfach Moderner Künstlerischer Tanz, später umbenannt in Elementarer Tanz. Gemeinsam mit Graziela Padilla etablierte Maja Lex das ganzheitlich ausgerichtete tanzpädagogische Konzept, das als solches heute der ästhetischen Tanzerziehung nahesteht. In den darauffolgenden 26 Jahren als Leitung des Faches, hat Graziela Padilla diese Richtung maßgeblich beeinflusst und durch zeitgenössische Impulse bereichert. Die Lehrweise des Konzepts Elementaren Tanz wurde durch Demonstrationen, Lehrgänge und Tanzabende im In- und Ausland bekannt und verbreitet. Auch ihre choreografische Vielfalt stellte sie mit diversen aus der Ausbildung an der DSHS hervorgegangenen Tanzgruppe unter Beweis, wie z.B. die „Tanzgruppe Maja Lex“ und das „Padilla Tanzensemble Köln“!

_Neue Entwicklungen_
2014 wurde das Konzept Elementarer Tanz zusammen mit dem Chladek-System, Laban/Bartenieff- Bewegungsstudien und Jooss-Leeder-Methode von der deutschen UNESCO-Kommission als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Anfang 2017 entstand das „Projekt Elementarere Tanz“, initiiert von Graziela Padilla und Alina Jacobs, aus dem Wunsch das Konzept Elementarer Tanz in seine letzte Entwicklungsphase als LPDC (Lex Padilla Dance Concept) aufzugreifen und weiter zu führen. Im Zuge dessen unterrichteten sie gemeinsam drei Masterclasses und einen Intensiv-Workshop bei Codarts, University of the Arts Rotterdam.


[Masterclass Elementarer Tanz – veröffentlicht 18.12.2017 – Rotterdam – Graziela Padilla und Alina Jacobs]


ENGLISH VERSION


POSITIONEN I Diskurse + Dialoge im Zeitgenössischen Tanz Kärnten

Art may very well exist without theoretical backup and substantial reflection of content. However, connections and mutual interaction between art and research, art and science, education and reception require specialised knowledge, enlightening discourse, committed dialogue, scientific focus, interest in research and interconnectedness in theory and practice.


Foto: Jo Hermann
Foto: Jo Hermann
So far, 'POSITIONEN I Diskurse + Dialoge im Zeitgenössischen Tanz Kärnten' has been held in places of relevant artistic creation in Carinthia [ART SPACE stift millstatt, the Carinthian Museum of Modern Art and theaterHALLE 11 in the years 2008, 2009, 2011, 2015], welcoming internationally renowned dance artists such as Mateja Bucar, Vadim Vishkin, Fang Yun Lo, Igor Sviderskij, Carlos Osatinsky, Fernando N. Pelliccioli, Sarah Huby, Anna Konjetzky, Leonie Humitsch, Silvia Salzmann, as well as the dramaturge and dance researcher Susanne Traub and the philosopher Robert Pfaller to join a lively discourse in Carinthia.




Lex Padilla Dance Concept

The Lex Padilla Dance Concept has developed out of 'Elementarer Tanz', recognised as Intangible Cultural Heritage since 2014. One of the leading representatives of both labels is Graziela Padilla, a distinguished expert of contemporary dance. She will be present in Carinthia to share her theoretical, practical and artistic knowledge with us.

Personalities of contemporary dance creation from the areas of art and university, theory and practice, education and choreography will be in Millstatt to give workshops and lectures welcoming open participation and giving insight into the complexity of LPDC. Tradition and roots will play a role as well as the diversity of development in art and a localisation in the today.

Foto: Lily Higgins
The Lex Padilla Dance Concept is based on the artistic and educational 'Konzept Elementarer Tanz', established in the 1950's by Maja Lex and her master student Graziela Padilla. Over the years, this concept came to be highly regarded as an integral part of the curriculum of the Institute of Music and Dance Education at DSHS Cologne, as a knowledge pool and educational concept for dancers, choreographers, dance teachers and dance therapists. For decades, it has been a valuable component of contemporary dance creation in Europe and Asia.

Planning + execution: büro für tanz I theater I produktionen


Foto: Jo Hermann
POSITIONEN 019
Diskurse + Dialoge im Zeitgenössischen Tanz


International Symposium
Artistic Direction . Andrea K. Schlehwein

Contemporary Dance: mapping + rooting
Tracing origins - expanding knowledge – promoting development



Focus + example
The Lex Padilla Dance Concept

WHEN
°22nd of July – 26th of July 2019
 

WHERE

° ART SPACE stift millstatt . Millstatt am See . Carinthia . Austria


WHO

° Workshops + Lectures . Discourse + Dialogue

   Lisa Günther . Angie Hiesl. Henrietta Horn . Alina Jacobs . Andrea K. Schlehwein . Manuela Widmer
 und Graziela Padilla



HOW intense


° daily 4 hours of DANCE practice

° daily moderated + open TIME frames
   
for processes, choreographic sketches, RE : search and 
exchange of experiences in a space with 3 studios of more than 400 m2


HOW to register


° Registration at: aks.office@andreakschlehwein.com
° Accomodation: http://www.millstaettersee.com
° Getting there: https://www.millstaettersee.com/de/info-service/reise-planen/anreise.html


QUESTIONS


° Andrea K. Schlehwein
büro für tanz I theater I produktionen

+43 4766 35250

aks.office@andreakschlehwein.com


° Alina Jacobs
Lex Padilla Dance Concept
al.ja@online.de


From ELEMENTARER TANZ to the LEX PADILLA DANCE CONCEPT


Elementarer Tanz – Lex Padilla Dance Concept

Our wish is to help the ‚dancing human being‘ develop a language which has such rich and personal words at its disposal that the very nature of the speaker becomes unambiguously apparent.“ Maja Lex & Graziela Padilla

The concept Elementarer Tanz began as an independent branch of free dance in the 1920s, emphasizing the development of musicality, sense of rhythm and creativity. It was founded by the dancer, choreographer and teacher Maja Lex (1906-1986) at the Günther-Schule München (1924-1944). In 1955 the concept became part of the educational program of the German Sport University Cologne. Here Maja Lex further developed her holistic concept of pedagogy in cooperation with Graziela Padilla, her "Meisterschülerin“ and successor from 1974 onward. Together, they established this concept as a branch of contemporary dance.

Methodology

Foto: Lily Higgins
Teaching Elementarer Tanz does not impose any specific dance technique. Instead, the bases of technical dance training are guided perception processes and experimenting with the possibilities of one's own body movement. A chief characteristic of the classes is structured improvisation, which serves as both inspirational source and a connecting element between physical training, sense-schooling and choreographic work. Classes are structured around themes and teachers switch fluently between inductive and deductive method. The freedom given to the dancers stimulates their self-discipline and self-responsibility. The range for one’s own development is set by the dancer him or herself.

Principal content

Technique, improvisation and composition are taught through body work, rhythmical movement-forming and movement-creation. Other contents are methodology (including anatomical/physiological knowledge), dance history, rhythmical accompaniment (kettledrum- technique), movement notation (see book Elementarer Tanz by Lex/Padilla) and movement sketching.

Historical background & current development

_Die Günther-Schule München_
Maja Lex started as a student at the Günther-Schule before she became one of its leading teachers together with Gunild Keetman and the founders Dorothee Günther and Carl Orff. This forward-looking school offered three different courses designed to integrate movement and music education with rhythm as common ground. The school's intention was to stimulate the creative power of its students and to free their ability to experience rhythm in a pure way.

Foto: Aqueene Wilson
Maja Lex developed a new movement and dance-education, which is unique for its timeless pedagogic and artistic value. She liberated herself from existing exercises and instead fostered variety of movement through variation on the rhythmical, dynamic, spatial and formal level. Maja Lex's pedagogic orientation had been influenced by Carl Orff's elementary music education (Orff-Schulwerk). In analogy to musical improvisation in his teaching, structured improvisation became a regular feature of her classes. As a solo-dancer and choreographer of the Tanzgruppe-Günther München, Maja Lex pioneered the development of the New German Dance (next to Mary Wigman, Harald Kreuzberg and Gret Palucca). Lex received numerous national and international awards for her achievements. Maja Lex created a unique dance language for her choreographies, which were acclaimed for their enchanting rhythmical intensity, their distinctive sense of form and their high technical discipline. Music and dance evolved into elements of equal weight. The school had its own dedicated dance orchestra conducted by Gunild Keetman and all dancers and musicians were capable of switching roles. Dancers might even play instruments while dancing: „Dance experts are spellbound and amazed by the brilliant technique and discipline of the ensemble, the originality, vitality and fantasy of the choreographies, which are purely based on rhythmical-dynamic variations, as well as by the unfamiliar archaic music of its own orchestra.“ (Archiv ET)

The choreographies of Maja Lex, both from her period in Munich and in Cologne, can be classified as absolute, pure dance: „There is no intention to fulfil, no intention to communicate, no intention to portray, it is self-fulfilling.“ (Fritz Böhme, 1930).

Foto: Lily Higgins
_German Sport University Cologne_
After long periods of illness and the destruction of the Günther-Schule in World War II, Maja Lex started her second working period in Cologne. From 1955 until 1974 Lex taught at the German Sport University Cologne where she established the subject Moderner Künstlerischer Tanz in 1958 , later renamed as Elementarer Tanz. Together with Graziela Padilla she kept refining this holistic concept of dance pedagogy, which is akin to today`s aesthetic dance education. During the following 26 years, Padilla, as head of department, decisively influenced the development of the concept Elementarer Tanz, taking up contemporary influences in the process. The concept was introduced and spread on a national and international level through demonstrations, performances and courses. Furthermore, its choreographical diversity was showcased by different ensembles, such as Tanzgruppe Maja Lex and Padilla Tanzensemble Köln.

_New Development_
In 2014 the concept Elementarer Tanz was recognized by the German UNESCO commission as part of the intangible cultural heritage in Germany together with the Chladek-Systhem, Laban/Bartenieff-Bewegungsstudien and the Jooss-Leeder-Methode. Early 2017 Projekt Elementarer Tanz was launched by Graziela Padilla and Alina Jacobs. The project aims to continue and develop the concept Elementarer Tanz further in its current version, named Lex Padilla Dance Concept.


[Written by Graziela Padilla and Alina Jacobs – 2017.12.18]

Friday, December 21, 2018


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Praktikum bei AKS @ K'ARTS
Text und Fotos: Alina Jacobs

„Change no thing the dance starts here and now“ oder „change all things“?! Das war DIE Frage, die sich die Master-Studenten des Choreographie Departments von K’ARTS (Korea National University of Arts) während des Semesters unter der Leitung von Andrea K. Schlehwein gestellt haben und diese Frage wurde schließlich der rote Faden für das Stück bei dem obligatorischen Showcase am 8. Dezember 2018.

Seit 2012 ist Andrea Gastdozentin (Invited Honorary Professor for Choreography and Dance Creation) an der Nationalen Kunstuniversität in Seoul und als solche dort vielfältig tätig. Sie unterrichtet im Choreografie Department die Studenten des 3rd Grades und der Master Class und choreografiert mit beiden Gruppen jeweils ein Stück für den Showcase. Als Co-Leiterin des Tanzpädagogik Moduls unterrichtet sie ebenfalls die Studenten von Dance Pedagogue und ist zusätzlich als Tutor für Experimental Dance Platform sowie als fachlich-künstlerische Begleitung der Graduation Pieces tätig.

In den letzten drei Wochen des jetzigen Wintersemesters stand die Vorbereitung des Showcases zentral. In dieser Phase habe ich sie als Assistentin im Uni-Alltag begleitet.
Wer ist ich… ? als kurze Info: Ich bin Alina Jacobs, 24 Jahre alt und beende dieses Jahr mein Studium (BA of Dance in Education) bei Codarts, University of the Arts Rotterdam. Bei Codarts ist man das Semester vor dem Studienabschluss frei, um außerhalb der Universität den eigenen Weg als Tanzkünstler zu finden und sein individuelles Profil zu spezifizieren.

So war ich in diesem Jahr erst in Israel, dann in Japan (Tokyo), wo ich mit Studenten der Nippon Sport Science University ein Stück choreografiert habe und schließlich in Süd-Korea (Seoul). Neben meinem Studium habe ich mich durch die Zusammenarbeit mit Lisa Günther und seit 2015 mit Graziela Padilla spezialisiert in dem Lex Padilla Dance Concept (LPDC). Durch das freie Semester konnte ich mich nun hier weiter in vertiefen und war die Auseinandersetzung mit dem LPDC ein verbindendes Element meiner Auslandsaktivitäten.

Nun zurück zu der Zeit in Seoul: Als ich in den letzten Semesterwochen dazu gestoßen bin war Andrea mit beiden Gruppen schon weit fortgeschritten im choreografischen Prozess für den Showcase. So habe ich die letzte Phase dieses Prozesses erleben können, in der alles Gelernte und alles bis dahin Erarbeitete auf eine intelligente und überraschende Weise zusammenkam und letztendlich am 8. Dezember als fertiges Stück präsentiert wurde.

Im Unterricht von Andrea wird das Tanzstudio zu einem Ort an dem andere Regeln als die im Tanz und auch im Leben typischen gelten. Regeln im Sinne von Score und Agreement, die sich im Laufe des Arbeitsprozesses selbst ergeben haben. Regeln, die man ignorieren oder an die man sich halten darf. Regeln, die es ermöglichen, dass der Tanz als Kunstform, das private Leben als Teil dessen und die Rolle des Individuums in der Kunst und Gesellschaft neu definiert werden. Es entsteht ein flexibles und offenes Gebilde geprägt von Respekt, kritischem Denken, neugierigem Hinterfragen und intensiver körperlicher Arbeit, die von verhaltenen Gesten bis zur unkontrollierten Bewegungsexplosion reicht. Schnell wird deutlich, dass die Individualität des Einzelnen eine große Rolle spielt und dass die Studenten nicht nur als Tänzer und Choreografen lernen, sondern auch als individuelle Persönlichkeiten wachsen. So ist es ganz natürlich, dass die Rede ist von dem „casual body“ und dem „dancers body“ und mittlerweile wechseln die Studenten fließend von dem Einem ins Andere.

Bei dem Showcase am 8. Dezember 2018 wurden die Zuschauer bei beiden Gruppen ein Teil dieses Prozesses. Als Zeugen wurden sie von der einen Szene in die Nächste mitgenommen und verfolgten den Weg des Einzelnen innerhalb des Stückes. Man sieht, dass die Studenten gewachsen sind, denn sie stehen mit starkem Rückgrat auf der Bühne und können ihre eigene Verletzlichkeit offen zeigen, was von großer Stärke zeugt. Und da die Studenten im Prozess mit Andrea in der Auseinandersetzung mit sich selbst ihre eigene Emotionalität erfahren haben, die sie lernten wie ein Schauspieler im Moment der Aufführung einzusetzen, konnten sie die Zuschauer berühren. Diese feinen Momente wurden szenisch wie musikalisch wieder gebrochen, durch zum Beispiel den unerwarteten Einsatz von Hiphop-Musik. So wird der Zuschauer in eine völlig andere Gefühlslage katapultiert bevor er erneut von sanfter Pianomusik, Live-Gesang auf Koreanisch oder einem Zitat von John Cage mitgenommen wird. Doch auch die Stille, die immer wieder Teil der Stücke ist, erzielt ihre Wirkung. Sowohl im musikalischen Sinne, im räumlichen Sinne in Form vom „Emty Space“, als auch die Stille im Körper, die Äußerlich scheinbar regungslos ist, die jedoch getragen wird von innerlicher Vibration. Das Finden dieses Gefühls, von Innen aus zu beginnen und von dort das Eigene, auch die eigene Form zu finden „Form follows Function“ war neben vielen anderen Erfahrungen in diesem Semester Teil des Researchs.

Gemeinsam mit Prof. Nam JeongHo und Heekyung leitet Andrea das Tanzpädagogik Modul am Choreographie Department bei K’ARTS. Dadurch erhielt ich die Möglichkeit das Lex Padilla Dance Concept im Rahmen dieses Modules praktisch und theoretisch in einer zweistündigen Lecture vorzustellen. Teilnehmer waren neben Bachelor- und Masterstudenten des Departments auch TanzpädagogInnen, die ihren Abschluss längst gemacht haben und zur Auffrischung und Überprüfung sich in einen von den drei Tutorinnen kritisch begleiteten Prozess hineinbegeben. Es war mir eine große Freude meine Erfahrung und mein Wissen über das Lex Padilla Dance Concept mit den Studenten und Absolventen zu teilen, die mit viel Interesse und Neugierde sowohl im praktischen Unterricht als in der theoretischen Auseinandersetzung dabei waren. Nach meiner Lecture endete der lange Unitag mit der beliebten JAM, die jeden Donnerstag stattfindet.

photo by the pizza man
Die Aktivitäten bei K‘ARTS waren jedoch nicht der einzige Grund meines Aufenthaltes in Seoul. Denn durch die Planung eines gemeinsamen Projekts (Symposion POSITIONEN 019 I Diskurse + Dialoge im Zeitgenössischen Tanz) das im Juli 2019 im ART SPACE stift millstatt in Österreich ausgerichtet wird, arbeitet Graziela Padilla und ich seit einem halben Jahr zusammen mit Andrea und Eleonore Schäfer. Die Zeit hier in Seoul ermöglichte es uns die nächsten Schritte dieser Planung vorzunehmen und ich freue mich, dass wir bald mehr hierüber bekannt geben können!

Zum Ende möchte ich mich für diese besondere Zeit herzlich bedanken bei Andrea und Eleonore, sowie bei den Professoren und Studenten von K’ARTS!
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Internship with AKS @ K'ARTS
Text and photos: Alina Jacobs

"Change no thing, the dance starts here and now" or "Change all things"?! This was the main question the master students of the Choreography Department at K'ARTS (Korea National University of Arts) dealt with during their semester lead by Andrea K. Schlehwein. In the end, this question turned into the central theme of the piece that was presented in the obligatory showcase on 8th of December 2018.

Since 2012, Andrea has been returning to the National University of Arts in Seoul as a Visiting Professor for Choreography and Dance Creation and as such has been active in diverse functions. Within the choreography department she has taught 3rd Grade students as well as the Master Class and with both groups she worked on choreographies for the Showcase. As co-director of the Dance Pedagogy Module she has also been teaching Dance Pedagogy students and moreover has been active as a tutor for the Experimental Dance Platform and as professional-artistic advisor for the Graduation Pieces.

During the last three weeks of the current winter semester, Andrea's main activity was the preparation of the Showcase. It was in this phase that I have accompanied her in my role as assistant within the daily university routine.
So who am I...? In short: my name is Alina Jacobs, I am 24 years old and currently in my final year of studies (BA of Dance in Education) at Codarts, Rotterdam University of the Arts. The final semester at Codarts can be used freely to find one's own way as a dance artist and to specify one's individual profile outside university walls. So first I went to Israel this year, then to Japan (Tokyo), where I choreographed a piece with students from Nippon Sport Science University. Finally I went to South Korea (Seoul). Next to my studies I have specialized in the Lex Padilla Dance Concept (LPDC), collaborating with Lisa Günther and since 2015 with Graziela Padilla as well. Thanks to the free semester, I have been able to dive deeper into these studies and my involvement with LPDC has been the connecting element of my activities abroad.

But back to my time in Seoul: When I joined Andrea during the last weeks of the semester, the choreographic process for the showcase was already well advanced with both groups. Therefore I was able to experience the final phase of this process, where all the things that had been learned and everything that had been worked on came together in an intelligent and surprising way and in the end was presented on 8th of December in form of a finished piece.

In Andrea's classes, the dance studio becomes a place where rules are different from those that are typical for dance or even life itself. Rules in terms of score and agreement that have emerged during the working process itself. Rules that one is free to follow or ignore. Rules that make it possible to redefine dance as an art form, but also private life as an an integral part of art as well as the role of the individual in art and society. The result is a flexible and open structure characterized by respect, critical thinking, curious questioning and intense physical work, ranging from restrained gestures to uncontrolled explosions of movement. It soon becomes clear that everyone's individuality plays an important role in the process and that the students not only gain knowledge as dancers and choreographers, but also as individual personalities. It's quite natural that there is a distinction between the "casual body" and the "dancer's body" and the students by now change fluently between the one and the other.

During the showcase on 8th of December, both groups made the audience part of this process. As witnesses, the public was taken along from one scene to the next, following each individual's path within the piece. It is clearly visible that the students have grown and they now stand on stage with a strong backbone, being able to openly show their own vulnerability – a sign of great strength. And since students have experienced their own emotionality by dealing with themselves during their process with Andrea and have learned to use it like an actor does during the performance, they were able to touch the audience. These sublime moments were broken, both in terms of scenography and music, by, for example, the unexpected use of hip-hop music. This way, the viewer is thrown into a completely different emotional state, just to be taken back again by soft piano music, live Korean singing or a quote by John Cage. But also silence, which is always part of the pieces, has its effect. Musically as well as spatially as "empty space", but also as silence within the body, which seems to be motionless from the outside while being upheld by an internal vibration. Finding this feeling, starting from within and discovering one's own there, also finding one's own form – "form follows function" – has been, along with many other experiences during this semester, part of the research.

Andrea's function as a co-director (next to Prof. Nam Jeong Ho and Heekyung) of the Dance Pedagogy Module within the K'ARTS Choreography Department gave me the opportunity to present the Lex Padilla Dance Concept within the framework of this module in practice and theory during a two-hour lecture. Among the participants were some of the department's bachelor and master students as well as dance teachers who had long since graduated and came to refresh and review within a process that was critically accompanied by the three tutors. It was a great pleasure for me to share my experience and knowledge about the Lex Padilla Dance Concept with the students and graduates who attended with much interest and curiosity both in practical lessons and in theoretical explorations. Following my lecture, the long university day ended with the popular JAM that takes place every Thursday.

photo by AKS
The activities at K'ARTS were not the only reason for my stay in Seoul, however. Graziela Padilla and I had been collaborating with Andrea and Eleonore Schäfer for half a year already, planning a joint project (Symposium POSITIONEN 019 I Discourses + Dialogues in Contemporary Dance) to be held in July 2019 at ART SPACE stift millstatt in Austria. My time in Seoul gave us the opportunity to take planning some steps further and I am happy to say that we will be able to announce more about this project soon!

Last but not least, I would like to thank Andrea and Eleonore as well as the professors and students of K'ARTS for this special time!

Monday, September 17, 2018

Breath Portraits residency | Chris Leuenberger + Maria Mavridou

We happily finished a very inspiring and productive 7 day residency at ART SPACE stift millstatt, focused on Chris Leuenberger's research project Breath Portraits.

The week consisted of 
- research sessions / practice focused on breath in the studio
- filming for a Breath Portrait video at outdoor locations in Millstatt
- researching and developing a version for a live solo performance based on Chris' method of working.

Next to that, we also had the pleasure to follow Brigitte Büsken's workshop focused on breathing, which gave us the chance to reflect on our work from another point of view. 

On the 16th of September, in the frame of in: formal, we had a public sharing of the outcomes of our research week
- a live solo performed by Maria Mavridou
- a rough edit of our latest video footage from Millstat
- as well as the 5 already edited breath portrait videos featuring Lea Martini, Anna Röthlisberger, Matthew Rogers, Saadet Türköz and Cosima Grand, which were created earlier this summer, between June-July 2018.

Our original plan to develop a video installation of the 6 Breath Portraits was not realized, due to some technical difficulties as well as further reflection on what would be the best way to share these videos with the public in the frame of in:formal.
Instead of an installation, we did a simple presentation with a beamer, combined with sharing information with regards to the working method and the various experiences of Chris collaborating with different artists, which we felt were worth sharing.

Thank you very much to everyone who attended and gave us feedback!

The near future plan of this project is to present a video installation of the 7 Breath Portraits (including Chris Leuenberger's Breath Portrait (at the moment under construction)

For the long term future the desire is to develop a stage version of a breath piece with several performers.

We would like to thank Andrea K. Schlehwein and büro für tanz | theater | produktionen for offering the space and support!
Brigitte, Ewald and Angelika for giving us valuable help during the presentation night. Roman for his important long distance help on technical matters.

With big thanks as well to Arc artist residency - ein Institut des Migros-Kulturprozent, Atelierhaus Prenzlauer Promenade Berlin, Dampfzentrale Bern, Kultur Stadt Bern, Kultur Kanton Bern
as well as Sonja Augart, Anneli Binder, Sally De Kunst, Jésus Queijas / La Maison du Prieur Romainmôtier.


Sunday, September 16, 2018

in : formal | ATEM PORTRAITS von Chris Leuenberger

Artists in Residence ART SPACE stift millstatt  |  September 2018

Die Serie  i n  :  f o r m a l  präsentiert
16. September 2018  |  20 Uhr | ART SPACE stift millstatt

ATEM PORTRAITS
Video Installation + Tanzsolo

Chris Leuenberger | Choreographie
Maria Mavridou | Tanz

Das Projekt ATEM PORTRAITS ist als Reihe von einwöchigen Residenzen angelegt, in denen Ideen für neue Stücke und Zusammenarbeiten losgelöst von einem Premierendatum und ohne Produktionsdruck entstehen konnten. Während insgesamt sieben Residenzwochen an verschiedenen Orten wurde Leuenbergers choreografische Atem-Praxis im Dialog mit drei bisherigen und vier neuen künstlerischen Partner*innen konkret überprüft, vertieft und mit neuen Impulsen genährt. Alle beteiligten Künstler*innen brachten dafür ein Lied mit einer für sie persönlichen und emotionalen Bedeutung mit. Jedes Portrait basiert auf dem Rhythmus des mitgebrachten Songs, welcher für die Arbeit in einen Atem-Score übersetzt wurde. Entstanden sind sieben kurze Soli, die als Video-Portrait in unterschiedlichen Settings aufgenommen wurden.

Im Rahmen von in : formal werden die ersten sechs Portraits erstmals als „Video-Installation“ öffentlich gezeigt. Parallel dazu wird das Ergebnis der Residenzwoche in Millstatt - ein Portrait der Tänzerin und Choreografin Maria Mavridou - als Live Performance zu sehen sein. ATEM PORTRAITS bildet den Abschluss der diesjährigen Künstler Residenzen im ART SPACE stift millstatt.