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ALICE von Petra Peček + NETZWERK AKS wurde im Juni dieses Jahres im ART SPACE stift millstatt erfolgreich uraufgeführt. Eine weitere Vorstellung findet am 12. September 2026 im Theater Španski borci in Ljubljana statt. |
ALICE by Petra Peček + NETZWERK AKS premiered successfully in June this year at ART SPACE stift millstatt. Another performance will take place on 12 September 2026 at Španski borci theatre in Ljubljana. |
ALICE ist ein zeitgenössisches Tanzstück, das seine Inspiration von Alices Reise durch den Kaninchenbau ins Wunderland zieht. Dabei fungiert das Wunderland nicht als Gegenwelt zur Realität, sondern als Raum, der von den Darstellerinnen selbst und ihren gemeinsamen beruflichen Bedingungen geprägt ist: ein ständiger Spagat zwischen künstlerischer Freiheit, körperlichen Anforderungen, der Suche nach Sinn und der Beharrlichkeit, die nötig ist, um durchzuhalten.
Über eine auf der Bühne platzierte Kinderrutsche begeben sich die vier Tänzerinnen in diesen Raum – ihren metaphorischen Kaninchenbau. In nummerierten Sporttrikots, die an Wettkämpfe erinnern, oder an Westen aus Auditions, bei denen Tänzer*innen beobachtet und bewertet werden. tragen sie die Zuschreibungen und Regeln der Welt, aus der sie kommen, mit sich.
In einer anderen Welt könnten diese Zuschreibungen ihre Bedeutung verlieren oder gänzlich überflüssig werden.
In ihrer Bewegung durch physische und innere Landschaften geraten die Tänzerinnen in fortlaufende Schleife, der sie nicht entrinnen können. Wie auch bei unseren eigenen Gewohnheiten, Erinnerungen und Verhaltensmustern erweist es sich als schwierig, diesen Raum zwischen Flucht und Rückkehr hinter sich zu lassen.
Auf der Suche nach Authentizität und neuen Möglichkeiten bleiben sie dem bereits Bekannten verhaftet und fallen immer wieder auf das zurück, was sich vertraut anfühlt.
Die Rutsche wird zum Symbol dieser fortwährenden Bewegung: oben stehen, ins Unbekannte rutschen und sich ganz unten wiederfinden – bereit, von Neuem zu beginnen.
Dieser Kreislauf speist sich nicht länger aus der Erwartung einer letztendlichen Verwandlung, sondern aus der Vorfreude selbst – der flüchtigen Spannung und der unvermeidlichen Rückkehr auf vertrauten Boden.
ALICE lebt zwischen Hoffnung und Gewohnheit,
zwischen dem Wunsch nach Flucht und dem Verlangen nach Zugehörigkeit.
ALICE is a contemporary dance performance inspired by Alice’s journey down the rabbit hole into Wonderland. Rather than imagining Wonderland as the opposite of reality, the performance proposes it as a space shaped by the performers themselves and by the shared conditions of their profession: a continuous negotiation between artistic freedom, physical demands, the search for meaning, and the persistence required to keep going.
Four dancers enter this landscape through a children's slide placed on stage - their metaphorical rabbit hole. Dressed in numbered sports jerseys, similar to those worn during competitions and to the vests worn at auditions where dancers are observed and evaluated, they carry with them the labels and rules of the world they come from.
In another reality, these labels might lose their meaning or even become unnecessary.
As the performers navigate shifting physical and inner landscapes, they find themselves in an ongoing loop, unable to escape. Like our own habits, memories, and patterns, the space between escape and return proves difficult to leave behind.
In the search for authenticity and new possibilities, they remain connected to what they already know and constantly fall back into what feels familiar.
The slide becomes a symbol of this continuous journey: standing at the top, sliding into the unknown, and finding oneself back at the bottom, ready to begin again.
The cycle is no longer driven by the expectation of a final transformation, but by anticipation itself - the fleeting excitement of suspense and the inevitable return to familiar ground.
ALICE lives between hope and habit, between the desire to escape and the pull of belonging.
ALICE
Petra Peček + NETZWERK AKS
NEXT PERFORMANCE
12 September 2026
Španski borci . Ljubljana . Slovenia
CREDITS
DANCE and CREATION: Marlett Araújo . Unita Gay Galiluyo . Jye Hwei Lin . Petra Peček
DRAMATURGY: Andrea K. Schlehwein
MUSIC: Aki Traar
TECHNICAL SUPPORT: Roman Zotter
SLOVENIAN PARTNERS: DUM Association of Artists . Španski borci . Ljubljana
PRODUCTION: büro für tanz | theater | produktionen 2026
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